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  • Heinz Lutzer

CBD und Autofahren – erlaubt oder verboten?

CBD und Autofahren wirft bei vielen Autofahrerinnen erst einmal Fragen auf: Darf man nach dem Konsum von CBD überhaupt Autofahren? Viele Menschen denken bei Hanf bzw. Cannabis an Rauschmittel, aber ist überall, wo Hanf vorkommt auch Rausch drinnen?


Wie sieht die Gesetzeslage aus und ist mein Führerschein in Gefahr? Diese und weitere Fragen beleuchtet der folgende Artikel.



Darf ich nach der Einnahme von CBD Autofahren?

Es spricht nichts dagegen, nach dem Konsum von CBD mit dem Auto zu fahren oder allgemein am Straßenverkehr teilzunehmen.


Also: Ja, du darfst nach dem Konsum von CBD-Produkten mit dem Auto fahren.


Sehen wir uns das Thema jedoch etwas genauer an:


Was du über CBD wissen musst

CBD ist eines von mehr als 100 Cannabinoiden in der Hanfpflanze. CBD oder auch Cannabidiol genannt wird aus Nutzhanf gewonnen. Die Konzentration von CBD in dementsprechenden Hanfblüten beträgt rund 2%, CBD ist das häufigste Cannabinoid im Industriehanf, wie der Nutzhanf auch oft genannt wird. Erzeugnisse aus Nutzhanfsorten sind legal. THC, oder auch Tetrahydrocannabinol, ist der psychoaktiv berauschende Inhaltsstoff von Hanf. Im Nutzhanf darf der THC Gehalt nur einen sehr geringen Gehalt von maximal 0,2% der Trockenmasse betragen. CBD macht also nicht „high“ und wirkt nicht berauschend.


Was du über CBD-Produkte und deren Konsum wissen musst


Es gibt zahlreiche unterschiedliche CBD-Produkte am Markt. CBD Öle, CBD Sprays und CBD Naturkosmetik sind nur einige Beispiele. Wie schnell CBD im Körper wirkt, wie intensiv und wie lange es im Organismus nachweisbar ist, hängt natürlich von der Art des Produktes, der Einnahme und von deinem Stoffwechsel ab.


Die Beliebtheit von CBD-Produkten ist groß und genauso groß ist die Anzahl an Anbietern und Shops, die CBD-Erzeugnisse anbieten. Hier gilt es unbedingt folgendes zu beachten: Nur hochwertige zertifizierte Erzeugnisse bieten dir auch die Sicherheit, dass gesetzliche Richtlinien und Obergrenzen des THC Gehaltes eingehalten werden. Abgesehen von den gesetzlichen Bestimmungen achte auch auf Bio-Qualität und dass es sich um ein natürliches Vollspektrum CBD Öl handelt. Ein weiterer Qualitätshinweis ist das AC-Gütesiegel der ARGE CANNA, das sich als das Qualitätssiegel für CBD-Produkte in der DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)-Region etabliert hat.


Welche Bedenken gibt es gegen das Autofahren nach dem Konsum von CBD-Produkten?

Es ist verständlich, dass sich einige Fragen und Bedenken beim Thema CBD Konsum und Autofahren auftun. Ist CBD doch bekannt für seine entspannende Wirkung, und Hanf wird in erster Linie wohl noch immer mit einer illegalen Rauschdroge gleichgesetzt. Viele Menschen sind sich nicht sicher, ob es legal ist CBD zu nutzen und am Straßenverkehr teilzunehmen. Sehen wir uns die häufigsten Bedenken mal genauer an.


CBD gefährdet nicht die Fahrtüchtigkeit

Die Fahrtüchtigkeit wird durch CBD-Konsum nicht eingeschränkt. CBD wirkt nicht psychoaktiv, also berauschend.


Natürlich gilt es zu beachten, ob andere Faktoren vorliegen, die deine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen oder Wechselwirkungen mit CBD Konsum haben könnten. Wenn du beispielsweise sowieso schon müde bist, Medikamente nimmst oder Alkohol getrunken hast, ist es freilich nicht ratsam ins Auto oder aufs Fahrrad zu steigen.


Eine gewisse Selbsteinschätzung und Eigenverantwortung braucht es also immer, um verantwortungsvoll zu handeln.


CBD ist kein Betäubungsmittel nach dem Betäubungsmittelgesetz

CBD-Produkte sind frei verkäufliche, pflanzliche und legale Erzeugnisse und fallen nicht unter das Suchtmittelgesetz. Da CBD aus Hanf gewonnen wird, kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Die Cannabispflanze wird in erster Linie mit dem illegalen „Joint“ assoziiert. Damit hat CBD aber nichts am Hut.


CBD macht (zu) müde


Cannabidiol wird gerne zur Unterstützung für einen gesunden Schlafrhythmus verwendet. CBD dockt an unsere Rezeptoren an, die für die Regulierung des Schlafs in unserem Körper sorgen. Es gibt zahlreiche Hanfprodukte, die einen gesunden Schlaf unterstützen. Viele enthalten zusätzlich zu CBD auch Melatonin, Baldrian oder/und Hopfen. Natürlich eignet sich die Anwendung dieser Einschlafhilfen besser vor dem zu Bett gehen als vor dem Autofahren.


Reines CBD Öl, besonders in niedrigeren Konzentrationen sollte aber keinen negativen Effekt auf deine Teilnahme am Straßenverkehr haben.


ABER: Jeder Körper ist anders und da eben CBD unterschiedlich intensiv auf deinen Organismus wirken kann, ist es gut zu beobachten, ob dein Körper zu müde wird, um fahrtauglich zu sein.


Wenn dich Cannabidiol eher stark müde macht, dann nutze es lieber vor dem Schlafen gehen.


CBD wirkt (zu) entspannend

CBD ist bekannt für seine entspannende Wirkung. Viele Menschen nutzen CBD, um Alltagsstress entgegenzuwirken. CBD sollte aber nicht zu entspannt zum Auto fahren machen.


CBD wirkt nicht angsthemmend (enthemmend)

CBD rückt ins Licht vieler Studien und wurde bereits auch vielfach in Hinblick auf Angststörungen untersucht. Studien, wie zum Beispiel diese, zeigen, dass CBD unterstützend bei Angststörungen wirken kann. Hier ist auch wichtig zu unterscheiden, dass die Wirkung nichts mit einer Enthemmung zu tun hat.


Die Einnahme von CBD hat ein sehr gutes Sicherheitsprofil und es sind keine schweren unerwünschten Nebenwirkungen bekannt.





CBD macht nicht high

Die gute Nachricht ist: CBD ist keine Rauschdroge und macht nicht high.

Deine Wahrnehmung ist also nicht beeinträchtigt.



Sind diese Bedenken begründet?

Cannabisprodukte in Form von legalen CBD-Produkten stellen keine Gefahr für deine Fahrtüchtigkeit dar. Du bist auch auf der legalen Seite, wenn du im Straßenverkehr unterwegs bist.


Wie schon erwähnt, reagiert jeder Körper anders auf CBD und es braucht natürlich auch noch deine gewissenhafte Selbsteinschätzung, ob du am Straßenverkehr teilnehmen kannst.


CBD und Autofahren: die Rechtslage in Österreich und Deutschland



Die Rechtslage in Österreich und Deutschland ist insofern eindeutig, dass CBD nicht als Suchtmittel/Betäubungsmittel, also als illegale Substanz bzw. illegale Droge, eingestuft wird. Dennoch musst du bei der Anwendung deines CBD-Produktes ein paar Dinge beachten. Nutzhanf, aus dem CBD Erzeugnisse hergestellt werden, enthält auch einen sehr geringen Anteil an THC. Tetrahydrocannabinol (THC) ist jener Inhaltsstoff, der psychoaktiv berauschend wirkt und unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Hier müssen gewisse Grenzwerte eingehalten werden, um zu gewährleisten, dass der THC-Gehalt keine Auswirkungen auf deinen Organismus hat.


In Österreich und Deutschland gelten unterschiedliche Grenzwerte von THC im Nutzhanf. So gilt in Österreich ein Grenzwert von 0,3% und in Deutschland 0,2% an THC. Darauf sollte man beim Kauf von CBD-Produkten achten. Seriöse Hersteller und hochwertige Erzeugnisse garantieren die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Es gibt eine Fülle an Anbietern am Markt und leider bieten nicht alle einwandfreie hochwertige Erzeugnisse an, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.


Bei einer Polizeikontrolle geht es aber auch darum, ob die Fahrtüchtigkeit gewährleistet ist. Liegt ein Verdachtsmoment vor, wie beispielsweise Übermüdung, rote Augen, langsame Reaktion, eindeutiger Alkoholkonsum, Geruch oder Verdacht auf Suchtmittel, dann kann ein Drogentest angeordnet werden. Wenn also die Verkehrstauglichkeit durch die Polizei in Frage gestellt wird, kann der Führerschein abgenommen werden und du musst zum Drogentest. Dadurch kann man in eine Rechtfertigungsposition gelangen.


Nach dem Konsum von CBD sollte die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt sein. Wenn du hochwertige einwandfreie CBD-Produkte gekauft hast und die Dosierungsvorgaben beachtest, sollten keine Verdachtsmomente bei einer Verkehrskontrolle vorliegen. Dem Autofahren steht also nichts im Weg.


Die Gesetzeslage und Regelungen bezüglich Autofahrens können sich ändern und es zahlt sich aus, immer wieder aktuelle Informationen einzuholen, um unangenehme Situationen zu vermeiden.


Ist mein Führerschein gefährdet, wenn ich nach dem CBD-Konsum mit dem Auto fahre?


Dein Führerschein ist nicht gefährdet, wenn du CBD einnimmst und mit dem Auto fährst. CBD kann die Fahrtüchtigkeit bei gewöhnlicher Dosierung nicht einschränken und auch bei einem Drogentest keine Schwierigkeiten bringen.


Natürlich geht es auch um deine Einschätzung der Fahrtüchtigkeit. Manche Menschen reagieren bei zu hohen Dosierungen sensibel auf CBD. Gerade wenn du noch unerfahren damit bist, solltest du es eher langsam angehen lassen und mal ausprobieren, wie CBD bei dir im Körper wirkt, bevor du am Straßenverkehr teilnimmst.


Solltest du beim Autofahren in eine Verkehrskontrolle der Polizei kommen, ist es nicht ratsam von dir aus den CBD-Konsum anzusprechen. Das bestätigen auch Rechtsexperten. Denn das kann zu falschen Rückschlüssen führen. Nicht alle Beamte können CBD gut von der Rauschdroge Marijuhana unterscheiden. Solltest du konkret gefragt werden, kannst du auch zur Sicherheit die Rechnung deines CBD-Produktes mitführen, und so gleich Missverständnisse ausräumen.


CBD und Autofahren im Ausland

Andere Länder, andere Sitten – und Gesetze! Beispielsweise gelten in Österreich, Deutschland und in der Schweiz andere Grenzwerte für THC in CBD-Produkten. Sobald du ein Produkt mit dir führst oder verwendest, wo die Grenzwerte überschritten werden, fällt das unter das Suchtmittelgesetz. Es gibt Länder wo THC gänzlich unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, und Länder, wo nur bestimmte Grenzwerte an THC erlaubt sind.


Es ist also immer eine gute Idee die Gesetze zu prüfen, wenn du einen Auslandsaufenthalt planst und CBD-Produkte mitführen möchtest. Erkundige dich vorab, ob in deinem Produkt die Grenzwerte für das jeweilige Land, in das du reisen möchtest, eingehalten werden. So kannst du Schwierigkeiten mit der Polizei vermeiden.


CBD und Drogentest

Was passiert, wenn tatsächlich der Fall eintritt und ein Drogentest von der Polizei angeordnet wird? Zunächst einmal gilt es die Nerven zu bewahren. Nach CBD wird in der Regel bei einem Drogentest nicht gesucht. Es ist ja ein Wirkstoff, der weder illegal ist noch ist die Fahrtüchtigkeit einschränkt.


THC ist sowohl beim Urintest wie auch beim Bluttest nachweisbar. Das hat aber keine negativen Konsequenzen, wenn du hochwertige Produkte verwendet hast, bei denen die Grenzwerte für THC eingehalten werden. Der THC Gehalt ist so gering, dass dieser keinen Einfluss auf die Fahrtauglichkeit nehmen kann. Zudem kommt, dass Drogentests nur das nachweisen können, wonach gesucht wird. In der Regel wird nach THC bzw. dem THC-COOH gesucht und wenn du nur CBD eingenommen hast wo alle Grenzwerte eingehalten werden, hast du nichts zu befürchten.


Was gibt es aber dennoch zu beachten?

Der Drogentest kann unter Umständen anschlagen, wenn du CBD Vollspektrum Produkte, die THC in geringen Mengen enthalten, konsumiert hast.


Wenn du ein CBD Vollspektrum Produkt wie CBD Öl in sehr hohen Dosen und regelmäßig zu dir nimmst, kann sich CBD und auch das darin enthaltene THC anreichern/sammeln, je nach deinem Stoffwechsel. THC könnte somit bei einem Test nachgewiesen werden. Ein Schnelltest könnte dann ein „falsches positives“ Ergebnis ausweisen und du würdest in weiterer Folge einen Massenspektronomie-Test (Bluttest) durchführen müssen. Dieser Test ist wesentlich genauer und die Behörden schließen dadurch den Konsum von illegalen Drogen aus. Übrigens kann auch der Konsum eines Mohnstrudels (Mohnkuchens) zu einem falschen Drogentest führen. Die Behörden sind daher immer verpflichtet einen Bluttest durchzuführen, und können bloß aufgrund eines falschen Schnelltests keine zuverlässige Einschätzung zur Untauglichkeit der Fahrfähigkeit abgeben. Dazu sind die Schnelltests einfach zu ungenau.


Wenn du lieber ganz auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du auch CBD-Erzeugnisse wählen, die kein THC bzw. THC in so geringen Mengen enthalten, dass es unter der Nachweisgrenze liegt. Auch bei THC-freien Produkte. Hier kannst du dir 100% sicher sein, dass du auf ganz auf der ganz sicheren Seite bist und dem Autofahren wirklich nichts im Wege steht.




Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4604171/

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